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Brief an die Schülerinnen und Schüler

Brief an die Eltern

Grant Hendrik Tonne Niedersächsischer Kultusminister

Hannover, 01. September 2021

 

Sehr geehrte Eltern,

sehr geehrte Erziehungsberechtigte,

letzte Woche haben Sie von mir Informationen zum Start in das neue Schuljahr erhalten. Einige von Ihnen haben mir dazu geschrieben, dass sie mit manchen Maßnahmen nicht einverstanden sind. Ich möchte die Entscheidungen deshalb noch einmal erklären.

Ich kann verstehen, dass einige Eltern unzufrieden damit sind, dass ihre Kinder im Unterricht eine Maske tragen müssen. Es gibt aber gute Gründe dafür: Im Moment steigen die Infektionszahlen besonders bei Kindern und Jugendlichen stark an. Das hat nichts mit der Schule zu tun, denn die war in den Ferien ja geschlossen. Es hat aber Auswirkungen auf den Start in das neue Schuljahr, hier müssen wir besonders vorsichtig sein. Wir wollen nämlich, dass alle Kinder und Jugendlichen in die Schule gehen können. Genau das ist es auch, was uns die Schülerinnen und Schüler gesagt haben – sie möchten in die Schule, alle und gemeinsam.

Deshalb spannen wir ein besonderes „Sicherheitsnetz“:

Die Maske hilft besonders gut dabei, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Sie verhindert, dass komplette Klassen in Quarantäne gehen müssen. Dabei muss kein Kind den ganzen Schultag lang Maske tragen. Es werden immer wieder Pausen gemacht, z. B. auf dem Schulhof, beim Essen, im Sprachunterricht. Je jünger die Kinder sind, desto häufiger wird es Pausen beim Tragen der Maske geben.

Die Schulpflicht gilt weiterhin, die Entscheidung darüber liegt nicht bei den Eltern. In den letzten Monaten hat sich das Testen zu Hause gut eingespielt, die Abläufe sind längst bekannt und den Kindern und Jugendlichen vertraut. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn mehr getestet werden muss.

Alle Maßnahmen – das Lüften, die technische Unterstützung der Fensterlüftung, die Maske, das Testen, das Hände waschen und die festen Lerngruppen - wirken wie Puzzleteile zusammen. Jede einzelne Maßnahme allein reicht für den Infektionsschutz nicht aus, alle zusammen sorgen aber dafür, dass Schulen sichere Orte sind und Präsenzunterricht für alle stattfinden kann – und das ist und bleibt unser erklärtes Ziel.

Ich freue mich, dass in Niedersachsen besonders viele Jugendliche ab 12 Jahren das Impfangebot wahrnehmen. Sie tragen damit zusätzlich zur Sicherheit in den Schulen bei. Für alle, die sich auch impfen lassen möchten, läuft derzeit noch die Sonder-Impfaktion mit vielen Angeboten quer durch Niedersachsen. Genaue Informationen, Orte und Termine finden Sie unter folgendem Link:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-zur-corona-schutz-impfung- 195357.html

Die aktuelle Regelung gilt bis zum 22.09.2021. Wir arbeiten bereits jetzt an den nächsten Schritten. Unser Ziel ist, dass wir auf die Maske im Unterricht schrittweise wieder verzichten. Angefangen bei den Jüngsten in der Grundschule. Daran arbeiten wir mit Nachdruck. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern so viel Normalität wie möglich bieten: Das soll anfangen mit einem verlässlichen Schulbesuch, nach Möglichkeit nicht unterbrochen von Quarantäne. Dann wollen wir Einschränkungen nach und nach zurücknehmen.

Hierfür bitte ich Sie um Unterstützung. Besprechen Sie die Maßnahmen mit Ihrem Kind, machen Sie ihm Mut, wenn es unsicher ist, und begleiten Sie es liebevoll, wie nur Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte es können! Gemeinsam werden wir auch diese Phase der Pandemie gut überstehen! Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

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